Vortragsreihe

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Katja Freise – Der Dialog als Weg zur Mündigkeit: Krzysztof Kieślowskis Film „Przypadek“ (Der Zufall, 1981)

Ein Vortrag aus der Reihe „Slavische Literaturen in dialogischer Betrachtung“, veranstaltet vom Slavischen Seminar der Universität Göttingen.
Wie zufällig sind die „Zufälligkeiten“ in einem Kunstwerk? Sind sie ein Ergebnis der reinen Willkür des Autors oder besitzen sie doch eine semantische Dimension, die sie tief im Ganzen des Werks verankert und somit zu Elementen seiner dialogischen Struktur

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Vladimir Biti: Opfernarrative als Gründungsmythen

Opfernarrative sind ein festes Bestandteil vieler Gründungsmythen. Als Katalysatoren der Solidarisierung und Einigung einer menschlichen Gemeinschaft erfüllen sie eine wichtige Funktion im Prozess der kollektiven, besonders der nationalen, Identitätsbildung. Wie schlägt sich ihre kulturelle Mission in der Literatur nieder? Auf welche Weise verändern sie die vorgegebene geschichtliche Realität, um ihrer Aufgabe der gesellschaftlichen Einigung gerecht

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Aage A. Hansen Löve: Einige Literarische Schweigeminuten

Das Unaussprechliche, das Tabuwort, das Geheimnis gehören zur Literatur und Kunst dazu, und das nicht nur seit der Moderne. Doch was steckt hinter den Einsparungen und Auslassungen? Ist die künstlerische Enthaltsamkeit bloß Sprachlosigkeit oder doch ein „beredtes“ Schweigen mit einer ganz eigenen Semantik? Begleiten Sie uns mit Aage Hansen-Löve bei seinem unterhaltsamen Streifzug durch die

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Eelco Runia: Leo Tolstois Krieg und Frieden und die Geschichtstheorie (in engl. Sprache)

Leo Tolstois epischer Roman Krieg und Frieden bietet nicht nur eine detailreiche Darstellung der umwälzenden Ereignisse der napoleonischen Kriege, er ist auch der Ort, an dem Tolstoi intensiv über den Umgang der Historiker mit der Geschichte reflektiert. Ausgehend von Beobachtungen zur Romanstruktur und zu Tolstois theoretischen Ausführungen, zeichnet Eelco Runia das subtile Verhältnis zwischen der

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Irina Sudoseva: Das Interieur als ästhetische Kategorie in der Literatur (in russ. Sprache)

Die Funktion des Interieurs für den semantischen Aufbau literarischer Werke findet in der Forschung bislang wenig Beachtung. Dabei kann wohl kaum bezweifelt werden, dass seine Bedeutung für das künstlerische Ganze eines literarischen Werkes nicht auf das rein Dekorative beschränkt ist. Irina Sudoseva skizziert in ihrem Vortrag die Möglichkeiten semantischer Klassifizierung und Interpretation dieses künstlerischen Phänomens.
Irina

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Alla Tatarenko: Der Formalismus und die poetischen Wurzeln der Postmoderne (in russ. Sprache)

Nirgendwo sonst hat sich die literarische Postmoderne so konsequent und deutlich durchgesetzt, wie in der serbischen Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei ist auf allen Entwicklungsstadien der serbischen Postmoderne der Einfluss theoretischer Postulate des russischen Formalismus unverkennbar. In ihrem Vortrag versucht Alla Tatarenko, die Ursachen dieses Einflusses zu bestimmen und seine Auswirkungen aufzuzeigen,

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Maria Andrianova: Die Schriftstellergeneration der 60er in Leningrad im Dialog mit ihrer Epoche (in russ. Sprache)

Trotz ihrer relativen Kürze bildet die Tauwetter-Periode einen Höhepunkt in der Geschichte der sowjetischen Literatur. Die durch das Nachlassen des ideologischen und politischen Drucks auf Intellektuelle erzeugte Aufbruchsstimmung zeitigte in der Literatur reiche Früchte. Dabei werden traditionell in erster Linie die Moskauer Schriftsteller dieser Zeit zu den „Sechzigern“ gerechnet, ihre Leningrader Kollegen bleiben dabei in

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Monika Tokarzewska: Die Dialogizität der Metapher

Seit Ferdinand Tönnies‘ Schlüsselwerk spielen die Begriffe „Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“ eine Schlüsselrolle im soziologischen Diskurs. Doch wie verhält es sich mit diesen Begriffen außerhalb des deutschen Sprachraums? Mit welchen Schwierigkeiten wird der Übersetzer beim Übertragen dieses Begriffspaares in eine andere Sprache konfrontiert? Monika Tokarzewska demonstriert die tiefe kulturgeschichtliche Dimension dieser Problematik und führt uns am

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Kulturwissenschaft

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Vladimir Biti: Opfernarrative als Gründungsmythen

Opfernarrative sind ein festes Bestandteil vieler Gründungsmythen. Als Katalysatoren der Solidarisierung und Einigung einer menschlichen Gemeinschaft erfüllen sie eine wichtige Funktion im Prozess der kollektiven, besonders der nationalen, Identitätsbildung. Wie schlägt sich ihre kulturelle Mission in der Literatur nieder? Auf welche Weise verändern sie die vorgegebene geschichtliche Realität, um ihrer Aufgabe der gesellschaftlichen Einigung gerecht

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Monika Tokarzewska: Die Dialogizität der Metapher

Seit Ferdinand Tönnies‘ Schlüsselwerk spielen die Begriffe „Gemeinschaft“ und „Gesellschaft“ eine Schlüsselrolle im soziologischen Diskurs. Doch wie verhält es sich mit diesen Begriffen außerhalb des deutschen Sprachraums? Mit welchen Schwierigkeiten wird der Übersetzer beim Übertragen dieses Begriffspaares in eine andere Sprache konfrontiert? Monika Tokarzewska demonstriert die tiefe kulturgeschichtliche Dimension dieser Problematik und führt uns am

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Dialogisches Fremdbild

Fremdbild in den Filmen europäischer Regisseure 1980-2010
Missverständnisse scheinen zu den Dingen auf der Welt zu gehören, die besonders häufig geschehen. Selbst die Nachbarn, die auf der anderen Straßenseite leben, kann man nicht objektiv beurteilen – ganz zu schweigen von einem Fremden, der sich weit entfernt auf der anderen Seite der Welt befindet. Ein objektives Urteilen

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Rezensionen

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Offener Brief an Gabriele Krone-Schmalz zur Frage, wie man Russland verstehen kann

Sehr geehrte Frau Krone-Schmalz,
Sie und ich, wir versuchen beide, Russland zu verstehen. Wenn wir dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, dann liegt das nicht am unterschiedlichem Informationsstand oder an einem unterschiedlichen politischen Hintergrund. Es liegt daran, wem wir jeweils unsere Empathie schenken, dem russischen Volk oder der politischen Führung im Kreml.

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Rezension zu: Borwin Bandelow, Wer hat Angst vorm bösen Mann?

Ein Göttinger Psychologieprofessor hat endlich die Antwort auf die alte Frage gefunden, was Serienmörder antreibt und auch Entführer von kleinen Mädchen, um sie jahrelang zu vergewaltigen und zu quälen. Es ist nichts anderes als der Mangel an Endorphinen, den opiumähnlichen Rauschmitteln, die der Körper selbst produziert, um sich zu belohnen.

 

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Frank Schirrmacher - Ego - Cover

Rezension zu Frank Schirrmachers „Ego – Das Spiel des Lebens“

Frank Schirrmacher: „Ego – Das Spiel des Lebens“, Karl Blessing Verlag, München 2013, 352 Seiten
Frank Schirrmacher schreibt eine apokalyptisch anmutende Kritik an den Mechanismen der Finanz- und Handelsmärkte, genauer: an den Methoden, mit denen sie uns wehrlos machen – und erntet extreme Reaktionen: die Welt macht ihn zum Paranoiker, dessen Verschwörungstheorie gegen alle Fakten und

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Literaturwissenschaft

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Aage A. Hansen Löve: Einige Literarische Schweigeminuten

Das Unaussprechliche, das Tabuwort, das Geheimnis gehören zur Literatur und Kunst dazu, und das nicht nur seit der Moderne. Doch was steckt hinter den Einsparungen und Auslassungen? Ist die künstlerische Enthaltsamkeit bloß Sprachlosigkeit oder doch ein „beredtes“ Schweigen mit einer ganz eigenen Semantik? Begleiten Sie uns mit Aage Hansen-Löve bei seinem unterhaltsamen Streifzug durch die

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Irina Sudoseva: Das Interieur als ästhetische Kategorie in der Literatur (in russ. Sprache)

Die Funktion des Interieurs für den semantischen Aufbau literarischer Werke findet in der Forschung bislang wenig Beachtung. Dabei kann wohl kaum bezweifelt werden, dass seine Bedeutung für das künstlerische Ganze eines literarischen Werkes nicht auf das rein Dekorative beschränkt ist. Irina Sudoseva skizziert in ihrem Vortrag die Möglichkeiten semantischer Klassifizierung und Interpretation dieses künstlerischen Phänomens.
Irina

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Alla Tatarenko: Der Formalismus und die poetischen Wurzeln der Postmoderne (in russ. Sprache)

Nirgendwo sonst hat sich die literarische Postmoderne so konsequent und deutlich durchgesetzt, wie in der serbischen Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei ist auf allen Entwicklungsstadien der serbischen Postmoderne der Einfluss theoretischer Postulate des russischen Formalismus unverkennbar. In ihrem Vortrag versucht Alla Tatarenko, die Ursachen dieses Einflusses zu bestimmen und seine Auswirkungen aufzuzeigen,

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Maria Andrianova: Die Schriftstellergeneration der 60er in Leningrad im Dialog mit ihrer Epoche (in russ. Sprache)

Trotz ihrer relativen Kürze bildet die Tauwetter-Periode einen Höhepunkt in der Geschichte der sowjetischen Literatur. Die durch das Nachlassen des ideologischen und politischen Drucks auf Intellektuelle erzeugte Aufbruchsstimmung zeitigte in der Literatur reiche Früchte. Dabei werden traditionell in erster Linie die Moskauer Schriftsteller dieser Zeit zu den „Sechzigern“ gerechnet, ihre Leningrader Kollegen bleiben dabei in

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