Archiv für Oktober 2013

Zeit für Dialog!

31. Oktober 2013 | Von
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Diese erste reguläre Nummer von Dialogical humanities vereinigt Beiträge, die unserem zentralen Anliegen nahestehen: Eine dialogische Geistes- und Sozialwissenschaft zu etablieren, die methodisch nicht von Objekteigenschaften, sondern von der semantischen und zeichenhaften Interaktion zwischen Räumen, Zeiten und Gruppen ausgeht. Eine Seite dieser Interaktion bildet immer der Standpunkt, von dem aus geblickt wird, so dass wir immer zugleich involviert sind und zugleich eine Beobachtungsdistanz haben. Eine solche Distanz ist allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz möglich …

 

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Dialogisches Fremdbild

27. Oktober 2013 | Von
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Fremdbild in den Filmen europäischer Regisseure 1980-2010
Missverständnisse scheinen zu den Dingen auf der Welt zu gehören, die besonders häufig geschehen. Selbst die Nachbarn, die auf der anderen Straßenseite leben, kann man nicht objektiv beurteilen – ganz zu schweigen von einem Fremden, der sich weit entfernt auf der anderen Seite der Welt befindet. Ein objektives Urteilen

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„Dialog des Einverständnisses“ als Bachtins neorhetorisches Projekt

23. Oktober 2013 | Von

In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts kam in Russland wie auch außerhalb eine gewisse „Mode auf Bachtin“ auf. Doch sowohl die Mode als auch ihre rigorose Ablehnung verstellen den Blick auf die tatsächliche Bedeutung Bachtins für die geistige Situation unserer Zeit. Und gerade in der Ära der Globalisierung, wenn das Nichtvermögen sich zu verständigen die Gefahr der Auslöschung der gesamten Menschheit bedeuten kann, erscheint Bachtins „Dialogizität“ in einem neuen Licht – als hochaktuelle Intention des geisteswissenschaftlichen Denkens.

 

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Eine Mikroanalyse von “Как давно я топчу, видно по каблуку”

14. Oktober 2013 | Von
Brodsky

Wir möchten mikroanalytisch zeigen, wie sich im ausgewählten Gedicht eine poetisch- ontologische und indexikale Denkweise entwickelt, so dass Brodskij diese mentale Region beim Menschen gleichsam poetisch entdeckt. Dass Brodkijs Gedichte eine Signatur des poetischen Ontologismus [der ontologischen Poesie] aufweisen, wird hier einerseits postuliert, andererseits aber auch mikroanalytisch vorgeführt

 

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Rezension zu: Borwin Bandelow, Wer hat Angst vorm bösen Mann?

8. Oktober 2013 | Von
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Ein Göttinger Psychologieprofessor hat endlich die Antwort auf die alte Frage gefunden, was Serienmörder antreibt und auch Entführer von kleinen Mädchen, um sie jahrelang zu vergewaltigen und zu quälen. Es ist nichts anderes als der Mangel an Endorphinen, den opiumähnlichen Rauschmitteln, die der Körper selbst produziert, um sich zu belohnen.

 

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Votum für eine strukturale dialogische Hermeneutik: Interpretation ist wissenschaftlich legitimierbar!

7. Oktober 2013 | Von

Die Interpretation von Texten ist das Herzstück der Literaturwissenschaft. Doch hat sich im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts die Auffassung etabliert, dass eine Begründung der Wissenschaftlichkeit von Textinterpretation unmöglich sei: So wird vom „Dilemma Interpretation“ gesprochen, interpretierende Literaturwissenschaftler werden als „Scharlatane, Zyniker oder Dummköpfe“ (Hauptmeier H, Schmidt S.J.: Einführung in die empirische Literaturwissenschaft. Braunschweig/Wiesbaden, 1985)

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