Slavische Philologie

Vladimir Biti: Opfernarrative als Gründungsmythen

8. Januar 2015 | Von
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Opfernarrative sind ein festes Bestandteil vieler Gründungsmythen. Als Katalysatoren der Solidarisierung und Einigung einer menschlichen Gemeinschaft erfüllen sie eine wichtige Funktion im Prozess der kollektiven, besonders der nationalen, Identitätsbildung. Wie schlägt sich ihre kulturelle Mission in der Literatur nieder? Auf welche Weise verändern sie die vorgegebene geschichtliche Realität, um ihrer Aufgabe der gesellschaftlichen Einigung gerecht

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Aage A. Hansen Löve: Einige Literarische Schweigeminuten

8. Januar 2015 | Von
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Das Unaussprechliche, das Tabuwort, das Geheimnis gehören zur Literatur und Kunst dazu, und das nicht nur seit der Moderne. Doch was steckt hinter den Einsparungen und Auslassungen? Ist die künstlerische Enthaltsamkeit bloß Sprachlosigkeit oder doch ein „beredtes“ Schweigen mit einer ganz eigenen Semantik? Begleiten Sie uns mit Aage Hansen-Löve bei seinem unterhaltsamen Streifzug durch die

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Eelco Runia: Leo Tolstois Krieg und Frieden und die Geschichtstheorie (in engl. Sprache)

8. Januar 2015 | Von
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Leo Tolstois epischer Roman Krieg und Frieden bietet nicht nur eine detailreiche Darstellung der umwälzenden Ereignisse der napoleonischen Kriege, er ist auch der Ort, an dem Tolstoi intensiv über den Umgang der Historiker mit der Geschichte reflektiert. Ausgehend von Beobachtungen zur Romanstruktur und zu Tolstois theoretischen Ausführungen, zeichnet Eelco Runia das subtile Verhältnis zwischen der

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Alla Tatarenko: Der Formalismus und die poetischen Wurzeln der Postmoderne (in russ. Sprache)

8. Januar 2015 | Von
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Nirgendwo sonst hat sich die literarische Postmoderne so konsequent und deutlich durchgesetzt, wie in der serbischen Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei ist auf allen Entwicklungsstadien der serbischen Postmoderne der Einfluss theoretischer Postulate des russischen Formalismus unverkennbar. In ihrem Vortrag versucht Alla Tatarenko, die Ursachen dieses Einflusses zu bestimmen und seine Auswirkungen aufzuzeigen,

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Maria Andrianova: Die Schriftstellergeneration der 60er in Leningrad im Dialog mit ihrer Epoche (in russ. Sprache)

8. Januar 2015 | Von
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Trotz ihrer relativen Kürze bildet die Tauwetter-Periode einen Höhepunkt in der Geschichte der sowjetischen Literatur. Die durch das Nachlassen des ideologischen und politischen Drucks auf Intellektuelle erzeugte Aufbruchsstimmung zeitigte in der Literatur reiche Früchte. Dabei werden traditionell in erster Linie die Moskauer Schriftsteller dieser Zeit zu den „Sechzigern“ gerechnet, ihre Leningrader Kollegen bleiben dabei in

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